Ik bün Buer

Ik bün Buer

 

 

Ik bün Buer, nie klook over schöön,

ik bün Buer, ik bün hart in´t Nehm.

Ik bün Buer, nie klook over schöön,

ik bün Buer, dat kann man sehn.

 

Wie hebb ne niede Kehrmoschien, 8,5m breet

Vadder sech noch: „Pass blots op!“, „Och watt, dat geiht!“

ik kiek nie na neern, nie na de Siet, immer blots grot ut.

Stramm an Tuun, Schiet Draht hek nu foot, wickelt sik gau op,

un de Isenpohl´n fleg op mi to

 

Ik bün Buer, . . .

 

De Silo is ran, de Gülle mut rut, ik fohr op un dol.

Op eenmol seh ik, dat sprütt ni mehr, de Woch is noch full.

Ik stiech aff, bekiek mi dat Mallöör, dor sitt wohl watt vör´t Lock.

Denn Ketel ob Druck, dat Schott noch open, nu hek wat foot.

Ik glöv, dat hett sik lös

 

Ik bün Buer, . . .

 

Nu hek de Schnut vull, ik mok eerstmol Sünndag, op mien Trecker rop,

eenmol um Pudding, de Schief is open, bi´t Fritz Meier Verdeck.

„Freie Sicht für freie Bauern!“ - mit´n Camel in´t Gesicht

de Wind vun vörn, de Sünn de schient, dat is´n Gedicht.

De Gloot flücht in´t Hemd - un brennt.

 

Ik bün Buer, . . .

 

Text: Gawrisch/Sasse

Musik: Gawrisch/Sasse

Und hier eine (sinngemäße) Übersetzung:

Ik bün Buer

 

 

Ich bin Bauer, nicht klug aber schön,

ich bin Bauer, ich bin hart im Nehmen.

Ich bin Bauer, nicht klug aber schön,

ich bin Bauer, das kann man sehen.

 

Wir haben eine neue Kehrmaschine, 8,50 m breit.

Vater sagt noch: „Pass bloss auf!“ „Ach was, das geht!“

Ich schaue nicht nach hinten, nicht zur Seite, immer nur geradeaus.

Zu stramm am Zaun, den Weidezaundraht hab ich erfasst, wickelt sich schnell auf,

und die Eisenpfähle fliegen auf mich zu

 

Ich bin Bauer, . . .

 

Der Silo ist ran, die Gülle muss raus, ich fahre rauf und runter.

Plötzlich sehe ich, es spritzt nicht mehr, der Wagen ist noch voll.

IIch steige ab, schaue nach dem Fehler; da sitzt wohl was vor dem Loch.

Der Kessel auf Druck, der Schieber noch offen, jetzt hab ich was zu fassen.

Ich glaube, es hat sich gelöst

 

Ich bin Bauer, . . .

 

Jetzt hab ich de Schnauze voll, ich mache erst mal Sonntag, rauf auf meinen Trecker,l

einmal um' Pudding, die Scheibe des Fritz-Meier-Verdecks ist offen..

„Freie Sicht für freie Bauern!“ - mit einer Camel im Gesicht,

der Wind von vorne, die Sonne scheint, das ist ein Gedicht.

Die Glut fliegt ins Hemd und brennt.

 

Ich bin Bauer, . . .